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  • Sascha Wagner

Führen und Folgen, die beiden Seiten des Miteinanders.

Waldefried Pechtl, ein Autor der sich mit Führungskräften und Organisationsmöglichkeiten auseinandergesetzt hat, sagte einmal: Wer führen will, muss folgen können!

Hierbei ist es egal welchen Bereich unseres Lebens dies betrifft. Sei es in der Arbeitswelt, In der Familie als Eltern oder Partner, in Hobbies wie z.B. im Mannschaftssport oder beim Paartanzen, oder bei Situationen, die unsere Unterstützung benötigen, ich denke hierbei z.B. an eine Notfallsituation wo Koordination gefragt ist.

Was sind nun die Aspekte von Führen und Folgen. Sehr deutlich habe ich dies beim Tango kennen gelernt. Einer führt, der andere folgt und lässt sich führen. Und wenn derjenige der führt weiss was er tut, diese Sicherheit in sich spürt, so kann er diese dem anderen zeigen. Und derjenige der sich führen lässt hat nun die Wahlmöglichkeit zu vertrauen und sich dem Tanz hinzugeben. Hakelig wird es dann, wenn das Vertrauen nicht da ist. Der Partner kann sich nicht führen lassen, da das Vertrauen fehlt oder eigene Intentionen eine Rolle spielen. Beide Führen, geht nicht. Beide Folgen funktioniert nicht, und das Ergebnis ist fürchterlich. Wenn keine Einigung über das herrscht, was geschehen soll, ist das Ergebnis für beide unbefriedigend. Und dies ist bei jeder Form von Führen und Folgen. Beim Tanz, in der Partnerschaft, in der Erziehung oder bei der Arbeit.


Aber was bedeutet nun Führen? Warum gibt es das „Führen“? Führen bedeutet Bewegung, bedeutet von einem Punkt zu einem anderen zu gelangen. Es bedeutet, ich zeige jemanden einen Weg und wir bewegen uns darauf zu, mit meiner Intention, meinem Wissen und meinem Verständnis von den Dingen. Und ich bin als Führender darauf angewiesen, dass der andere, der sich führen lässt, mir vertraut. Selbstverständlich kann mein Gegenüber entscheiden, mir nicht zu vertrauen. Doch dann haben wir keinen Konsens gefunden, und es bedarf eines großen Energieaufwandes, um an das Ziel zu gelangen.

Markus Weishaupt, geschäftsführender Gesellschafter von Weissman hat einmal zusammengefasst was zum Führen und Folgen notwendig ist.


1. Vertrauen in die Fähigkeiten und in die Weitsicht der Führungskraft: Ohne fachliche ­Kompetenz und Weitsicht diskreditiert sich jeder in der Rolle der Führungskraft. Denn wer will schon von Inkompetenz und Kurzsichtigkeit in die eigene Zukunft geführt werden?


2. Authentisches Verhalten der Führungskraft: ­Authentisch heißt so viel wie «aus sich selbst heraus» oder «echt». Also das Gegenteil von künstlich, unecht oder gespielt. ­ Fehlende Authentizität wird von Menschen, die ganz spontan zwischen Gestik, Mimik, Inhalt und Tun Unstimmigkeiten erkennen, bald entlarvt.


3. Übereinstimmende Ziele von Führungskraft und Geführten: Das setzt voraus, dass die Ziele klar definiert sind und von der Interessengemeinschaft geteilt und auch als erstrebenswert angesehen werden.


4. Übereinstimmende Werte von Führungskraft und Geführten: So wie es gemeinsam erstrebenswerte Ziele geben muss, so müssen zwischen Führungskräften und den Geführten auch geteilte Werte bestehen, die sich im konkreten Verhalten aller Beteiligten widerspiegeln.


5. Aufgabe von Selbstbestimmung und Übernahme von Verantwortung: In einer Führungsbeziehung ist eine Seite bereit, sich von jemand ­anderem sagen zu lassen, wohin die Reise geht. Hier gibt jemand einen Teil seiner Selbstbestimmung auf und legt diesen in die Hände seiner Führungskraft. Und die Führungskraft übernimmt diese Verantwortung, bewusst oder vielleicht auch unbewusst.


Hört sich sehr nüchtern an, und ist für das Business konstruiert. Aber es ist erkennbar, dass diese Qualitäten auf alle Bereiche unseres Lebens übertragbar ist. Es geht hierbei um die Klarheit unserer Ziele. Hierzu bedarf es einer hohen Selbstreflektionsfähigkeit. Denn ich muss mir meiner Ziele klar sein und sollte diese im besten Fall auch leicht vermitteln können, so das Vertrauen entsteht. Basierend auf Authentizität, Einfühlungsvermögen und Vermittlungsfähigkeiten, kann ein wunderbarer Tanz entstehen. Derjenige der folgt, hat jederzeit die Freiheit zu entscheiden, Vertraue ich oder ich vertrauen nicht, so wie ich im Tanz jederzeit sagen kann, ich mag nicht tanzen, denn es dient mir nicht, ich habe kein Vertrauen, es macht keinen Spaß. Es geht um die Eigenverantwortung und das Erkennen der eigenen Möglichkeiten. Als Führender, als auch derjenige der Folgt und geführt wird.



Ich freue mich wie immer auf Euch!

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