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  • Sascha Wagner

Männer und ihre Mütter

Es ist bereits recht viel zu dem speziellen Verhältnis zwischen Männern bzw. Söhnen und ihren Müttern geschrieben worden. Es ist wie gesagt sehr speziell und genauso vielfältig wie der Mensch an sich. Und dieses Verhältnis beginnt bereits vor der Zeugung. Es beginnt mit den Lebensumständen der Mutter, ihren Beziehungen, ihren Gefühlen zur Welt und zu sich selbst. Aus welchen Umständen ist sie selbst entstanden? Sorgen, Ängste, Freude, Hoffnungen, Liebe und viele anderen Emotionen fließen ein in den Moment, wo das neue Leben erschaffen wird. Ein Akt der Kreation des Lebens aus dem sie selbst erwachsen ist. Und dieser Akt, ist der Same aus dem wir Männer erwachsen.


Ich gehe jetzt hier nicht auf die Väter ein, die an diesem Prozess beteiligt sind und die ihre ureigenste Energie mit hineingeben. Auf diese gehe ich zu einem anderen Zeitpunkt ein. Ich wende mich dem Verhältnis Mütter und ihren Söhnen zu. Wir wachsen in unserer Mutter heran, nehmen bereits am Leben teil, mit all den unterschiedlichen Einflüssen, denen unsere Mutter ausgesetzt ist. In der Regel neun Monate, sind wir Männer in ihr herangereift. Und dann die Geburt. Die erste Trennung, das erste mal nicht umhüllt von unserer Mutter....das erste mal...nicht verbunden zu sein. Konfrontiert mit Kälte und den Anstrengungen des eigenen Lebens. Wir müssen selbst atmen, wir bewegen uns in einem größeren Raum und wir müssen uns immer mehr damit auseinander setzen zu wachsen, uns zu behaupten und zu erfahren, was überleben bedeutet. Immer mehr ohne unsere Mutter zu sein. Anfänglich im besten Fall umsorgt und geschützt mit der Liebe dieser einzigartigen Frau.


Und so gehen wir in diese Welt hinaus, und SIE gibt uns viele Dinge mit auf den Weg. Liebe oder Wertung, Respekt oder Mahnung, ihre Gefühle und ihr Leben in all ihren Facetten. So gibt es Mütter die ihre Söhne verwöhnen, sie komplett weiterhin mit ihrer ganzen Liebe umsorgen und schier jeden Schritt ihres Lebens begleiten. Angefangen vom Pausenbrot bis hin zur Wahl unserer ureigensten Partnerschaft. Es gibt Mütter, die keine richtige Verbindung zu ihren Kindern aufbauen können, da sie mit sich selbst nicht verbunden sind oder anderen Beweggründen. Und wir Kinder hungern nach der Liebe unserer Mutter. Diesen Hunger tragen wir dann in die Welt mit fort.


Es gibt so viele Möglichkeiten, wie das Verhältnis zwischen Müttern und ihren Kindern beschaffen ist. Und alle Beziehungen haben eins gemein, wir tragen dies mit, in unser persönliches Sein. Hier beginnt die zweite Geburt für eine Mutter und ihren Sohn, wenn er zu einem Mann heranreift. Dann, wenn der Mann komplett auf eigenen Füssen stehen soll, dann wenn er die komplette eigenverantwortlichen Schritte als Mann in sein eigenständiges Leben geht, dann wenn er in eine bewusste Beziehung zu einem anderen Wesen schreitet, sei es zu einer Frau, einem Mann oder seiner Berufung. Um dies für sich zu erfüllen, sollte sich ein Mann von seiner Mutter abnabeln, als eigener bewusster Schritt für sein eigenes Leben. Und er sollte sich immer vergegenwärtigen, wo er dies noch nicht getan hat, wo ihn diese Verbindung noch einschränkt. liebend und dankbar für das Geschenk des Lebens, welches ihm seine Mutter gegeben hat. Dies ist dann bedingungslose Liebe, sich gegenseitig sehend. Unbehaftet..... in voller Freiheit und Eigenverantwortlichkeit. Denn ich bin ein Mann und du....meine Mutter.

Die schauen wir uns in der nächsten Gruppe genauer an und wie immer freue ich mich auf Euch.


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