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  • Sascha Wagner

Männer: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Der Mann ist immer schon immer im Wandel gewesen und wie wir Menschen im Allgemeinen, passen wir uns den erforderlichen Situationen an. Der Mensch ist ein sehr anpassungsfähiges Lebewesen. Außer einigen Insekten, kann der Mensch in den unwirtlichsten Orten für sein Überleben sorgen. Er konnte sich auch sehr gut an erzwungene Erfordernisse anpassen. Sei es ein Vulkanausbruch, eine Veränderung des Klimas, Kriege, Hunger. Er wusste als Spezies immer sich anzupassen. Dieser Wandlung haben sich Männer und Frauen immer schon kreativ und umsetzungsstark gestellt.

Wie sah der Mann in der Vergangenheit aus. Was war ihm wichtig, was war seine Zielrichtung, wie hat sein Verhalten die Gesellschaft und seine Umwelt geprägt? Und wie ist es heute? Wie wird es in Zukunft sein?

In früheren Zeiten war es Vordergründig das eigene Leben und die der Sippe zu sichern. Vom Sammler und Jäger, über die Sesshaftwerdung hin zu den Hochkulturen und der jetzigen Zeit als Broker oder Fließbandarbeiter. Hat sich etwas geändert? Sehr viel! Unsere Lebensumstände haben sich verändert….wir haben sie geändert. Wie nie zuvor prägen wir unsere Umwelt. Wir haben dieser Welt unseren Stempel aufgesetzt. Positiv, als auch negativ. Umweltzerstörung, Kriege, Machtmissbrauch und gegenseitige Misshandlung auf der einen Seite, Entdeckung und Erforschung der Natur und des Kosmos, Humanität als Konzept und Bewusstheit auf der anderen Seite. Oder kann man überhaupt von positiver und negativer Seite reden, ohne nicht ihren gegenseitigen Effekt mit hinzuzunehmen?

Der Mann hat im Speziellen diese Welt geprägt. Seine Kraft, sein Wollen die Natur zu beherrschen….letztendlich alles zu beherrschen, ist Motor für die Entwicklung die wir heute betrachten. Und was liegt diesem Zugrunde? Seine Gefühle und seine Intentionen.

Wer über die männliche Toxizität und seine Auswirkungen spricht, sollte sich bewusst werden, dass sie nur dem eigenen Mangel, seiner Bedürftigkeit uns seiner Unbewusstheit entspringt. Hinter all dem, steht der Wille, zu überleben. In früheren Zeiten waren unsere Gefühle ein wichtiger Bestandteil dafür zu überleben. Sie hat uns vor der Natur bewahrt. Er hat Höhlen gefunden, um sich vor den Naturkräften zu schützen. Er kämpfte gegen gefährliche Tiere und musste Nahrung beschaffen. Unsere Gefühle haben uns unser Überleben gesichert. Wut um Feinde abzuschrecken und sich durchzusetzen, Angst um sich vor den Unbilden der Umgebung zu schützen und einen Unterschlupf zu finden, Trauer die seine Gesellschaft zusammen hielt und die ihm Ausdruck für Kreativität ermöglichte und die Freude die ihm die Kraft für Zusammenhalt, Verbindung und den Vorwärtsdrang gaben. Sie waren sehr stark miteinander verbunden, die Gefühle mit dem was für den Moment ist.

Dies hat sich über die Zeit immer mehr verändert. Gefahren haben sich verändert, die Form der Verbindungen haben sich radikal verändert, familiär als auch in unseren anderen Beziehungen. Und wir haben mit gänzlich neuen Aspekten des Seins zu tun. Doch unsere Gefühle haben sich nicht verändert. Wir empfinden nach wie vor Angst, Trauer, Wut und Freude. Sie haben jedoch einen neuen Bezug bekommen. Sie befinden sich in neuen Kontexten. Es gibt keine Säbelzahntiger. Wir müssen nicht mehr für unser Überleben Tiere jagen. Unsere Sippe, für die Frauen und Männer früher gesorgt haben, hat sich stark verändert. Und unsere Beziehungen haben neue Formen der Verbindung gefunden. Wir haben aus Verbindungen Konstrukte gebaut. Egal ob es die Monogamie ist, oder die vielen anderen Formen des modernen Miteinanders, sie haben sich häufig von unserem ursprünglichen Trieb, des sich miteinander Verbindens und gegenseitigen Sehens, in unbewusste Bedürfnisbefriedigungen umgewandelt, in denen wir uns in Wirklichkeit voreinander trennen.

Wir Männer haben es häufig verlernt, einander wirklich zu sehen. Unsere Kräfte setzen wir oft in Projekte, die nicht wirklich etwas mit uns und unserer Umwelt zu tun haben. Wir haben selten einen realen Bezug zu den Dingen, die wir erschaffen. Ein Gärtner hat einen realen Bezug zu den Pflanzen, die er setzt. Ein Broker, hantiert mit Werten, die er nicht anfassen kann für das er virtuelles Geld bekommt. Uns fehlen die realen Erlebnisräume, wo wir uns spüren in unseren Kräften. Wir laufen vor Gefahren weg oder bekämpfen sie, die keine direkte Realität besitzen. Sei es in der Beziehung, oder vor Dingen die mich nicht direkt bedrohen…..der Nachbar der nackt im Garten liegt über den ich mich aufrege, oder einem Bettler, der für seinen Unterhalt sorgt und den ich werte….oder, oder, oder.

Wir Männer werden schon von Klein an mit Wertungen konfrontiert. Männer sind Vergewaltiger, Betrüger, Mörder und Egoisten und wir haben edle Ritter zu sein. Wir werden mit Werten konfrontiert, die ebenfalls nichts mit der eigenen Realität zu tun haben. Der berühmte Satz den wahrscheinlich jeder Junge zu hören bekommt ….ein Indianer kennt keinen Schmerz. Ich glaube kein Junge hat jemals zu hören bekommen, jeder Indianer kennt Schmerz, großen Schmerz, so wie du ihn jetzt gerade spürst, du bist genau richtig so. Und jetzt lass uns schauen, was wir mit dem Schmerz machen, so wie jeder Indianer schaut, was mache ich jetzt mit meinem Schmerz. Wie gehe ich jetzt damit um?

Und so gibt es viele Dinge die wir nicht gezeigt bekommen haben. Wir Männer müssen wieder Entdecker werden. Entdecker für die eigenen Gefühle, Entdecker für das was wir wirklich wollen. In der Vergangenheit hat der Mann dies automatisch anwenden können, weil er einen direkten Bezug hatte. Wir Männer haben das verlernt. Wir haben Ängste die Macht über uns gegeben und haben verlernt dafür Verantwortung zu übernehmen. Wir haben betrogen, vergewaltigt und gemordet und haben dafür keine Verantwortung übernommen, weil wir es nicht wirklich gelernt haben, weil es uns keiner gezeigt hat, weil wir nicht die Entdecker waren, die ihre Kräfte sinnvoll für unsere Ziele und dem Gemeinwohl einsetzen.

In Zukunft wäre es wünschenswert, genau diese Entdecker zu werden. Wir entdecken uns, wir entdecken unsere wahren Gefühle und treten mit ihnen in Verbindung. Wir respektieren wieder einander und sehen einander, als gefühlvolle Wesen, authentisch und wahrhaftig. Wir übernehmen dafür die Verantwortung und projizieren nicht unsere Bedürfnisse auf andere. Das sehe ich für den Mann in der Zukunft.

Männer…ich freu mich auf euch


Sascha


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