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  • Sascha Wagner

Bezogene Liebe

Ganz ehrlich, ich wusste gar nicht wirklich was damit gemeint sein sollte. Der Vorschlag kam aus meiner Männergruppe und ich hab mir keine wirklichen Gedanken darüber gemacht. Nun....dann hab ich mich auf den Abend vorbereitet. Wikipedia: Liebe ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Tja und was danach folgt...spannend....auf jeden Fall sehr informativ. Am besten gefiel mir der Gedanke, dass die Liebe so etwas wie ein Gericht ist, bei dem man sich die Zutaten (bewusst oder unbewusst) zusammenstellt. Ein wenig objektbezogene Liebe, eine


Brise bedingungslose Liebe, eine Messerspitze von kosmischer Liebe und natürlich zwei Esslöffel (authentische) Eigenliebe. Tim Lomas ein britischer Psychologe hat hierfür 14 Arten der Liebe aus über 50 Liebesbegriffen herausgefiltert, die er als Geschmackssorten bezeichnet hat. Näheres siehe hier.

Es war ersichtlich, dass es sehr viele Annäherungen zu dem Thema aus allen möglichen Bereichen gibt. Biologie, Psychologie, Philosophie, Religion, Spiritualität. Jeder hat eine andere Herangehensweise. Hinzu kommen auch die Auswirkungen der einzelnen Formen.

Nur bin ich nicht dem Thema näher gekommen....bezogene Liebe. Auf wen oder was bezieht sich die Liebe? Was macht bezogene Liebe mit einem selbst? Was steckt dahinter? Manche bezeichnen Liebe als ein Gefühl. Andere bezeichnen sie nicht als Gefühl sondern als eine Form von grundlegender Energie. Und ich denke mal jeder hat seine Definition, was für ihn Liebe ist.

Doch wann kann Liebe fliessen? Ein Freund von mir sagte mal....Liebe ist eine Resonanz. Erst wenn eine Form von Kreislauf entsteht, entsteht Liebe. Dies geht jedoch gegen meine Vorstellung von bedingungsloser Liebe. Ich stelle keine Anforderung an die Liebe, insbesondere nicht auf das Objekt meiner Liebe (Objekt als ein Sammelbegriff von im Aussen liegenden Begebenheiten...wie Partner, Familie, Freunde, Gegenstände, Sachverhalte etc.). Muss es eine Resonanz geben, wenn ich meine Kinder liebe? Muss es eine Resonanz geben, wenn ich meine Eltern liebe? Dies kommt meinem Begriff für bedingungslose Liebe am nächsten. Und ich kann dies so in die Reife führen, dass es auch meinen Partner betrifft.....die reine Liebe in der Beziehung. Und wenn Resonanz entsteht....wunderbar.

Die hat vor allem mit der Selbstliebe und mit meiner eigenen Verantwortung für meine Gefühle zu tun. Wenn ich die Verantwortung übernehme, bin ich genährt aus mir selbst heraus und ich bin nicht auf das Aussen und somit auf Bedingungen angewiesen.

Liebe kann auch nur fliessen, wenn ich dafür offen bin. Ein Mensch, der eng ist, keine Energie hat, sei es er ist krank oder mit Ängsten besetzt, ist in Bedürfnissen verstrickt. Und er kann sich nur schwer für die Liebe öffnen. Dies kennt jeder, der schon einmal in einem Streit verwickelt war. Ich sehe den anderen nicht, ich selbst fühle ein Mangel an Verständnis oder meine Erwartungen verlegen mir den Zugang zur Liebe. Und schon kann die Liebe nicht fließen. Je unabhängiger wir in uns sind, uns unabhängig machen von dem was im Aussen ist, umso mehr sind wir auch in der Lage wahrhaft zu lieben. Dazu zählt die Verantwortung sich selbst kennen zu lernen, seine Gefühle, seine Identität als Mann oder Frau (Kind, Mutter, Vater, Partner.....).

Und was ich auch noch anfügen möchte....es gibt kein Falsch, keine "falsche" Liebe, sondern ich darf Verantwortung für meine Intentionen übernehmen. Ich freu mich auf eure Kommentare :-)


sascha

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