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  • Sascha Wagner

Tabus und Abnormen

Am Montag beschäftigen wir uns in der Gruppe mit dem Thema Tabus und Abnormen. Was ist das überhaupt, ein Tabu, eine Abnorm.

Laut Wikipedia: Ein Tabu beruht auf einem stillschweigend praktizierten gesellschaftlichen Regelwerk bzw. einer kulturell überformten Übereinkunft, die bestimmte Verhaltensweisen auf elementare Weise gebietet oder verbietet. Tabus sind unhinterfragt, strikt, bedingungslos, sie sind universell und ubiquitär, sie sind mithin Bestandteil einer funktionierenden menschlichen Gesellschaft. Dabei bleiben Tabus als soziale Normen unausgesprochen oder werden allenfalls durch indirekte Thematisierung (z. B. Ironie) oder beredtes Schweigen angedeutet: Insofern ist das mit Tabu Belegte jeglicher rationalen Begründung und Kritik entzogen.

Es hat sehr viel mit Wertung zu tun. Was die Gesellschaft wertet, wo ihre eigenen Werte liegen, worin wir uns vielleicht sogar in uns selbst werten. Tabus, sind Grenzen, die es nicht zu überschreiten gilt. Denn alles andere ist ja dann TabuLos und somit einer starken Wertung unterworfen. Und hierbei ist es egal ob der Tabubruch positiv oder negativ gewertet wird. Es ist eine bewertete Grenzüberschreitung und jeder empfindet sie für sich anders. Wer oder was dieses Tabu gesetzt hat, wer dieses Tabu unterstützt und aufrechterhält, ist dabei zuerst einmal nicht relevant, sondern es ist unser eigener Umgang damit und das, was dieses Tabu in uns auslöst. Verstecke ich mich oder zeige ich mich. Unterstütze ich dieses Tabu und gehört es zu meiner Lebensweise, oder begehe ich den Grenzbruch, heimlich oder offen.

Wir selbst haben in uns Tabus. Man hat seine eigenen Werte und Grenzen, für die wir eintreten und die wir auch beschützen. Aber wir haben vor allem auch Tabus aus dem Außen kollektiv erfahren, die wir zu den eigenen gemacht haben. Die wir vordergründig auch nicht anzweifeln, die uns aber auch klein halten und uns nicht in unserem wirklichen Potential fördern, nein sogar behindern. Wir haben jedoch diese Wertung in uns angelegt und haben Angst davor, über dieses Tabu hinweg zu gehen. Oder sogar es offen zu kommunizieren, dass wir uns von diesem Korsett eingeengt fühlen. Sei es in der Partnerschaft, wenn wir z.B. über das Thema Sexualität sprechen, über unsere Wünsche und Sehnsüchte, oder ob es im Beruf ist, wo wir es mit häufigen Korsetts der Arbeitswelt zu tun haben.

Über all das fällt es uns schwer zu sprechen, da wir die Angst vor Wertung haben. Aber seid Euch gewiss: Wertung ist auch ein Thema der Angst. Wertung, ist eine Form der Grenze, die nichts mit Dir zu tun hat, sondern demjenigen, der die Wertung ausspricht und damit etwas bewusst oder unbewusst erreichen möchte. Ob es nun eine Gesellschaft ist, eine Gruppe oder eine einzelne Person. Das soll nicht heißen, dass diese Wertungen unnötig sind. Nein auch sie zeigen uns etwas. Sie können Grenzen aufzeigen und sie können uns zeigen, wer wir sind. Und auch hier immer wieder das Thema der Eigenverantwortung. Warum habe ich diese Grenzen in mir, warum folge ich einem Tabu, warum möchte ich eine Grenze überschreiten und was macht das alles mit mir und meiner Umwelt. Es ist ein großes Thema des Bewusstseins, dem wir uns jeden Tag aufs Neue stellen dürfen, so dass wir immer mehr freiere, offenere und selbstbestimmtere Menschen werden.

Von daher, lasst uns über unsere Tabus frei sprechen, denn nur so können wir uns zeigen und schauen, wofür diese Tabus nötig sind und frei entscheiden, was wir damit anstellen.

Ich freue mich auf Euch

Sascha


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